Ein (Selbst-)Interview zum Kennenlernen
Guten Tag, Einfach Else! Schön, dass du dir heute die Zeit nimmst.
Wir starten direkt mit der ersten Frage: Seit wann schreibst du eigentlich? Das ist eine gute Frage! Um ehrlich zu sein, habe ich schon in der Grundschule angefangen zu schreiben. Damals, 2006, über die Fußball-WM in Deutschland oder Geschichten über Piraten. Ich habe das rote Buch sogar wiedergefunden. Zwar sind unzählige Rechtschreibfehler drin, aber einige der Geschichten werde ich vielleicht nochmal überarbeiten.
Wann und wie hast du mit Poetry Slam angefangen?
Ich war damals bei einem Poetry-Slam-Wettbewerb in Oldenburg und dachte mir: „Was die können, kann ich auch.“ Das war etwa 2019, und danach nahm ich ziemlich schnell an einem Öko-Slam der Uni Oldenburg teil.
Wie oft trittst du mit Poetry Slam auf?
Ich liebe den Wettbewerbsgedanken! (lacht) Es kommt ganz darauf an. Manchmal habe ich fünf Auftritte im Monat, manchmal nur einen. Aber gerade die Ungewissheit macht es spannend. Manchmal kommt noch spontan eine Anfrage, und dann freue ich mich. Ich genieße auch die Abwechslung zwischen großen und kleinen Bühnen. Ob ich vor fünf oder fünfhundert Menschen lese – das ist immer ein besonderes Erlebnis.
Was macht dir Spaß daran, auf der Bühne zu stehen, und was sind deine Herausforderungen?
Ich bin einfach für die Bühne geboren – eine echte „Rampensau“, wie man so schön sagt. Es fühlt sich manchmal seltsam an, das von sich selbst zu behaupten, aber es ist einfach wahr. Es gibt mir Kraft, auf der Bühne zu stehen. Ich kann über mich hinauswachsen und das Publikum mit einbeziehen. Das Zusammenspiel mit den Menschen auf und vor der Bühne ist das, was mir am meisten Freude bereitet. Ohne das Publikum würde der ganze Spaß fehlen. Die Herausforderung liegt für mich in der Balance. Es gab eine Zeit, in der ich zwei, drei Auftritte pro Woche hatte. Das waren sowohl kleine als auch große Bühnen, und das zehrt ganz schön an der Energie.
Wie begann deine Moderationskarriere?
Ich mag diese Geschichte sehr. Meinen ersten Poetry Slam-Auftritt hatte ich bei Poetry and HipHop in Leipzig. Jason Saint, der Hauptorganisator des Events, fragte mich 2022, ob ich Lust hätte, zu moderieren. So begann meine Moderationskarriere im Sommer 2022 auf der Open-Air-Bühne in der MoritzBastei in Leipzig.
Welche Veranstaltungen moderierst du mittlerweile?
Ich moderiere den Queer Slam Leipzig im Werk sowie weiterhin Poetry and HipHop in der Moritz Bastei – zwei sehr schöne Bühnen, auf denen ich immer viel Freude habe. Außerdem bekomme ich immer mehr Anfragen, was mich natürlich sehr freut. Diesen Sommer darf ich ein Hip-Hop-Event im Conne Island moderieren.
Was ist dein Ziel bzw. sind deine Ziele?
Natürlich, Weltbestseller-Autorin! lacht Aber im Ernst: Ich sage mir immer, dass ich ein Ziel habe und hoffe, irgendwann von meiner Kunst leben zu können. Ich finde die Frage sehr vielschichtig, versuche mich aber kurz zu fassen: Meine Ziele sind, glücklich und zufrieden zu bleiben, dankbar für das zu sein, was ich bereits erreicht habe, und offen für die Möglichkeiten, die noch kommen werden. Ich möchte vor allem mir selbst und meiner Ehrlichkeit treu bleiben, Menschen zum Nachdenken, Lachen und Philosophieren anregen sowie sie politisch aufklären – ohne dabei den Respekt vor denen zu verlieren, die vielleicht andere Ansichten haben. Was meine Karriere betrifft: Ich will Romane, Drehbücher und Kindergeschichten schreiben, meine Illustrationen weiter verfeinern und mich in anderen Kunstformen ausprobieren. Das Einzige, was ich nie will, ist stagnieren.
Man munkelt, du planst ein Soloprogramm. Jetzt beschreibe doch mal kurz und knackig, worum es gehen soll.
Das stimmt! Am 15.10.2025 startet um 20:00 Uhr die „Einfach Else‘s Late Night Show“ in der MoritzBastei. Es wird eine extravagante und einzigartige Show mit einem musikalischen Feature-Act, einem Comedy-Programm von mir und vielen kleinen Überraschungen. Ich möchte nicht zu viel verraten, aber ich freue mich riesig, jede Person willkommen zu heißen, die vorbeischaut!
Ich merke schon, es bleibt spannend mit dir. Magst du noch ein Schlusswort sagen?
Erstmal danke für das Interview, Elisa Adam. Es waren wirklich großartige Fragen! Und natürlich auch vielen Dank an alle, die das hier lesen – schaut euch gerne noch weiter auf meiner Website um! :)